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Weingarten

Stockkultur - Pflügen ist Handarbeit
Stockkultur - Scheren ist Handarbeit

Bis zu den 1950er Jahren wurden die meisten Weingärten in Österreich als „Stockkultur“ angelegt. Heute ist so ein Weingarten eine Seltenheit. Im Jahr 2007 entschied sich Karl Neustifter für die Anlage seines Stockkultur Weingartens in der Riede „Steinberg“ in Poysdorf, Weinviertel. 4.500 Weinstöcke wurden hier gepflanzt. 2010 wurde der erste Jahrgang des „Neustifter Grüner Veltliner Stockkultur“ geerntet.

Stockkultur - Der Boden wird mit dem Pflug bearbeitet.
Stockkultur - Früher wurde der Pflug von einem Pferd gezogen.

Bei der Stockkultur werden die Weinstöcke in einem Abstand von 80 cm gepflanzt. Holzstöcke dienen zur Stützung der Reben, ein Drahtrahmen wird nicht benötigt.  Die Reben werden im Winter bis auf einige Zentimeter zurückgeschnitten und wachsen dann am Stock empor.  Diese ursprüngliche Erziehungsform hat einen viermal so hohen Arbeitsaufwand als die Hochkultur. Die Vorteile der Stockkultur sprechen für sich:

  • durch die Bodennähe der Trauben erfolgt eine optimale Traubenreife
  • vollreifes Aroma bildet den Grundstein für diesen imposanten Wein
  • durch die hohe Laubwand beschatten sich die Stöcke gegenseitig
  • der Traubenwuchs wird vom Rebstock selbst reguliert.
  • ein tieferes Wurzelsystem garantiert eine bessere Wasserversorgung der Reben.
  • Die Trauben nehmen die Mineralität des Bodens auf.

„Ein insgesamt gesünderer Weingarten, der einen komplexen und einzigartigen Wein hervorbringt.“

Stockkultur - Die Triebe wachsen am Stock empor.
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